Regionalplan Ruhr

Plangebiet

Der in Aufstellung befindliche neue Regionalplan umfasst die kreisfreien Städte Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen sowie die Kreise Recklinghausen, Unna, Wesel und den Ennepe-Ruhr-Kreis. Er löst die bislang für das Ruhrgebiet geltenden räumlichen Teilfestlegungen der Regionalpläne der Bezirksregierungen Arnsberg, Düsseldorf und Münster sowie den Regionalen Flächennutzungsplan der Planungsgemeinschaft Städteregion Ruhr ab.

Bedeutung

Der Regionalplan setzt die Leitplanken der künftigen Entwicklung des Ruhrgebiets für die nächsten 15 bis 20 Jahre und legt z. B. fest, wo neue Siedlungsflächen für spätere Wohn- und Gewerbestandorte entstehen sollen. Er bildet den Rahmen für die kommunale Bauleitplanung.

Mitwirkung der Handwerkskammer Düsseldorf an der Planerstellung

Um sich frühzeitig in den Diskussionsprozess einzubringen, haben die sechs Industrie- und Handelskammern sowie die drei Handwerkskammern des Ruhrgebiets im Fachbeitrag der Wirtschaft zum Regionalplan Ruhr ihre Grundsatzpositionen zur künftigen Regionalplanung erarbeitet.

Der Fachbeitrag beschreibt die aus Sicht der Wirtschaft zentralen Themenfelder – wie etwa die Gewerbeflächensituation, den Energiesektor, den Handelsbereich, die Verkehrsinfrastruktur –, skizziert die sichtbaren Probleme sowie Defizite und listet die Erfordernisse der Wirtschaft für eine prosperierende Entwicklung des Ruhrgebiets auf. Der „Fachbeitrag der Wirtschaft zum Regionalplan Ruhr“ wurde im Juni 2012 offiziell der Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel übergeben.

Über den Fachbeitrag hinaus hat die Handwerkskammer Handwerkskammer Düsseldorf gemeinsam mit den sechs Industrie- und Handelskammern sowie den beiden Handwerkskammern Dortmund und Münster auf den bisherigen Erarbeitungsprozess unter anderem durch gemeinsame Stellungnahmen inhaltlich eingewirkt:

  • April 2012:
    Fachbeitrag der Wirtschaft zum Regionalplan Ruhr
  • Februar 2019:
    Stellungnahme zum ersten Entwurf des Regionalplans Ruhr
  • Dezember 2020:
    Stellungnahme zum Entwurf der Neuaufstellung des Sachlichen Teilplans „Regionale Kooperationsstandorte“
Zum weiteren Verlauf

Nach Bekanntgabe des Regionalverbands Ruhr vom September 2019  wird der Regionalplan voraussichtlich in der ersten Hälfte der neuen Wahlperiode fertiggestellt und verabschiedet. Um wichtige Investitionsentscheidungen nicht zu blockieren, will der RVR entsprechende Regionalplanänderungsverfahren verstärkt bearbeiten. Die Handwerkskammer Düsseldorf nimmt im Rahmen dieser Beteiligungsverfahren die Interessen ihrer Betriebe wahr.

 Laufende Regionalplanänderungsverfahren

Am 26. Juni 2021 hat die Verbandsversammlung im Regionalverband Ruhr (RVR) dem vorgezogenen sachlichen Teilplan „Regionale Kooperationsstandorte“  zugestimmt. Er legt 24 Standorte mit einem Flächenumpfang von insg. 1.300 Hektar für neue großflächige Gewerbe- und Industriestandorte fest. Nach erfolgter Rechtsprüfung durch die Landesplanungsbehörde erfolgt die Bekanntmachung im Gesetz- und Verordnungsblatt NRW, mit der der Teilplan in Kraft tritt.





Mehr Infos

Webseite Regionalverband Ruhr



 Ansprechpartnerin

Andrea Raddatz
Abteilungsleiterin

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